Regensburg ist die Hauptstadt der Oberpfalz und gleichzeitig auch Sitz der dortigen Landesregierung und des Landrates. Die Stadt mit seinen rund 136.000 Einwohnern ist nach München, Nürnberg und Augsburg die viertgrößte Stadt in Bayern.
Beschäftigungslage in Regensburg
Der Wirtschaftsstandort Regensburg und die Anzahl freier Stellenangebote in Regensburg sind sehr stark vom verarbeitenden Gewerbe (Automobil- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Mikroelektronik) abhängig. Die derzeitige Arbeitslosigkeit liegt mit rund 3,3% unter dem bayerischen Landesdurchschnitt von rund 4%. Mit durchschnittlich 720 Arbeitsplätzen bzw. Jobs in Regensburg je 1000 Einwohner weist die Stadt eine sehr hohe Arbeitsplatzdichte auf. Die hohe Zahl der Erwerbstätigen im Verhältnis zur Zahl der Einwohner von über 128.000 ergibt sich aus den starken Pendlerströmen aus den angrenzenden Landkreisen und führt zu einem entsprechend hohen Bruttoinlandsprodukt.
Im Jahr 2010 war weniger als ein Prozent der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft tätig, gut ein Drittel im verarbeitenden Gewerbe, etwa zehn Prozent im Baugewerbe, zehn Prozent im Handel, zwei Prozent Beschäftigte für Verkehr und Nachrichtenübermittlung genauso viel wie im Kredit- und Versicherungsgewerbe, ein Drittel im Sektor Dienstleistungen und rund fünf Prozent in der Verwaltung der ansässigen Gebietskörperschaften. Der Rest der Stellenangebote in Regensburg bezog sich auf sonstige Bereiche. Das verarbeitende Gewerbe bietet laufend neue Jobs in Regensburg und hat seine Schwerpunkte im Bereich des Automobil- und Maschinenbaus und in dessen Zuliefersparten, in Bereichen der Elektrotechnik, der Mikroelektronik.
Aktuelle Wirtschaftslage und Arbeitsmarkt
Die Regensburger Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr 2010 von der konjunkturellen Abkühlung in Europa nur am Rande erfasst worden. Die Bewertung der Wirtschaftslage für das laufende und das kommende Jahr, wie sie aus der Konjunkturbefragung hervorgeht, ist durchwegs positiv. Insbesondere in der Industrie, im Auto- und Maschinenbau und im Großhandel hofft man auf eine Zunahme der freie Stellen in Regensburg. So hat die Industrie ihr Produktionsvolumen kräftig erhöht, gegenüber dem Jahr 2008 um satte 6,2%. Dieses Ergebnis wurde unter anderem durch eine leichte Zunahme der Exporte begünstigt, auf die mittlerweile 50% der gesamten Produktion entfallen.
Das Handwerk war in den letzten beiden Jahren durch eine annähernd stabile Entwicklung gekennzeichnet und hat erst spät, aber dafür umso kräftiger angezogen. Auf das ganze Jahr 2010 gesehen, konnte dennoch ein recht deutlicher Anstieg der Produktionstätigkeit verzeichnet werden (+6,5%). Die einzigen Ausnahmen davon sind die Bereiche Textil und Bekleidung.
Das Baugewerbe hat im ersten Halbjahr 2010 mit einer insgesamt negativen Bilanz abgeschlossen. In der Folge war dann eine leichte Erholung zu erkennen, die beide Bereiche, das Bauhandwerk und die Bauindustrie erfasst hat und auf eine verbesserte Auftragslage zurückgeführt werden kann.
Der Großhandel hat im abgelaufenen Jahr eine relativ wechselhafte, aber insgesamt dennoch positive Entwicklung erlebt. Die Umsätze haben sich mit einem Plus von 7,5% über den Werten des Vorjahres bewegt.
Erwartungen für 2012 durchwegs positiv
Die Aussichten sind insgesamt ermutigend. Die Mehrheit der Unternehmen gibt für das laufende Jahr eine positive Bewertung ab, trotz allgemeiner Krisenstimmung. Dies gilt auch für die Bereiche Industrie und Großhandel. Mit Ausnahme des Baugewerbes wird in allen Branchen, mit einem kleinen Wachstum der Ertragslage und der Zahl neuer Jobsin Regensburg gerechnet.